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Sprache, Text und Inhalt: Qualität zahlt sich aus

Sprache, Text und Inhalt: Qualität zahlt sich aus

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Eine einheitliche Sprache, eine geregelte Interpunktion, eine klare Definition von Gross- und Kleinschreibung, eine Leitlinie für das Erstellen von Texten für die verschiedensten Medien und eine Sprach- und Wording-Datenbank. Eine geregelte Unternehmenssprache ist ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur und fördert den Unternehmenswert.

Ähnliches ist Ihnen auch schon passiert: Sie lesen die Bedienungsanleitung der neuesten IP-Telefonanlage und stossen auf viele unbekannte Begriffe. Eine «neue Welt» wird aus technischer Sicht für Sie erschaffen, aber es wurde zu wenig daran gedacht, dass Sie nicht in den IT-Laboratorien, in dieser technischen Welt,  geboren wurden. Sie verstehen daher nur schwer, wie Sie die neuen Telefone in Betrieb nehmen können.  Die Sprache wurde in diesem Beispiel nicht der Zielgruppe angepasst und zeigt, dass es die Kluft zwischen Fachjargon und verständlicher Sprache zu überwinden gilt. Eine grosse Gefahrenquelle für einen Imageschaden tut sich auf.

Corporate Language als Qualitätssiegel

Das Image eines Unternehmens muss gepflegt werden. Der Imagefaktor gilt als einer der wichtigsten verkaufsunterstützenden  Faktoren. Zu einem guten Image gehört ein guter Umgangston. Die Art und Weise, wie ein Unternehmen mit seinen Mitarbeitenden kommuniziert, wie es sich im Kundendialog verhält, wie es im Kundendienst funktioniert, wie es Sprache in den Public Relations, der Werbung und im Marketing einsetzt und wie der Umgangston gepflegt wird zeigt auf, welchen Werten sich das Unternehmen verpflichtet fühlt. Der Einsatz von Sprache, die Formulierung von Texten und die Redaktion von Inhalten sollten gemeinsamen Regeln folgen. Solches zeigt Stärke, Qualitätsbewusstsein und Respekt.

Überlegungen für klare Richtlinien in der Unternehmenssprache

Worauf achten?

Überlegung

Tipp

 

 

 

Begriffe aus dem Englischen

Welche Begriffe sollen/können übernommen werden? Wie schreibe ich diese? Macht es Sinn, jeden neuen Begriff zu adaptieren? 

Das E-Mail (Schweiz)

Die E-Mail (Deutschland, Österreich)

 

Produktbezeichnungen

Produktbezeichnungen entstehen oft während der Projekt- und Forschungsphase – aus dem Arbeitstitel wird die Produktbezeichnung.  Fantasienamen sollten vermieden werden. Der Kunden sollte sofort die richtige Assoziation herstellen können.

myShop.24 (der Kunde erwartet einen durchgehend geöffneten Shop – keinen Kleiderladen.)

 

Dachmarke 

Wie wichtig ist die Dachmarke für die Positionierung des Unternehmens? 

Genaue Abgrenzungen sind nötig, damit die Unternehmenssprache durchgängig geführt werden kann

Handels- /Leistungsmarken

Eingeführte Markennamen nicht ohne triftigen Grund ändern. Die Kundschaft verbindet damit ihre eigenen Wertvorstellungen.

Auf Bestehendes aufbauen ist einfacher und kostengünstiger als Neues zu lancieren. Nach Privatisierungen oder Marktöffnungen werden oftmals auch neue Namen kreiert. Wie sinnvoll ist das? 

Kundenansprache und Kundendienst

Verständliche, klar geregelte Kommunikation mit der Kundschaft ist ein wichtiger Imagetreiber.

Dem Kundendienst sollten Textbausteine und Formulierungshilfen angeboten werden. Darauf achten, dass der persönliche Bezug nicht schematisiert wird. 

Wording-Datenbanken und Glossar

Oftmals bestimmen das Generalsekretariat oder die Kommunikationsabteilung, wie im Unternehmen nach innen und aussen kommuniziert wird. 

Lassen Sie das ganze Unternehmen daran teilhaben

Füllen Sie Datenbanken und Wikis mit den gebräuchlichsten Wörtern und Sätzen aus dem Unternehmensalltag.  

Verfassen Sie ein möglichst vollständiges Glossar der Fachbegriffe. 

Frequently asked Questions

Erhebungen in Kundendiensten zeigen, dass rund 90 Prozent der Anfragen immer die gleichen 10 Prozent der Dienstleistungen/Produkte betreffen. 

Schriftliche Auskunftserteilung über ein (online-)Gefäss, das die wichtigsten Fragen beantwortet. Sehr praktisch für den Innen- und den Aussendienst. 

Integration spezieller Schreibweisen im Textverarbeitungsprogramm

Gelten im Unternehmen spezielle Schreibweisen, können diese in der Autokorrektur des Textverarbeitungsprogramms integriert werden. 

Es lohnt sich, hier mit spezialisierten Firmen zusammen zu arbeiten. 

Zentraler Redaktionsdienst

Die wichtigsten Unternehmens- und Kundendokumente (Geschäftsbericht, Pressemitteilungen, Unternehmensbroschüre, Stake- und Sharholderinformation u.a.m.) sollten vom zentralen Redaktionsdienst frei gegeben werden. 

Die Unternehmenskommunikation sollte auch mit einbezogen werden, wenn es um die Abschlussredaktion der Marketingunterlagen geht. Es sollte das Motto gelten: One-Voice-One-Company . 

Umgang mit Social Media

Social Media-Kanäle müssen rasch bedient werden. Geschwindigkeit und Relevanz sind vorherrschende Kriterien. 

Bestimmen Sie Social-Media-Redaktoren. Diese sollten mit der Corporate Language bestens vertraut sein und dennoch die Fähigkeit besitzen, die Zielgruppe «auf Augenhöhe» anzusprechen. 

Pressesprecher

Pressesprecher haben oft nur den Journalisten vor Augen und nicht das zuhörende oder zusehende Publikum. 

Richten Sie die Antworten auf Journalistenanfragen auf das breite Publikum aus. Fachdiskussionen gehören in die Fachpresse. 

Wertschätzung durch Sprache

Zuerst kommt der Inhalt, dann die Technik. Ein Ausspruch, der in der Welt der Digitalisierung immer wichtiger wird. Allzu oft wird aufgrund der technischen Möglichkeiten der elektronischen Medien dem Inhalt nur eine zweitrangige Bedeutung zuteil. Gerade über die Inhalte definieren sich aber die Werte und die Wertschätzung des Unternehmens. Auch eine Suchmaschine kann nur das finden, was geschrieben wurde. Daher sind professionelle und in der Unternehmenssprache abgefasste Inhalte so wichtig (und für die Onlinemedien müssen sie suchmaschinenoptimiert sein). Sie unterscheiden das Unternehmen von anderen, geben ihm ein Gesicht, lassen es erfahrbar werden und senden auf einer Metaebene die Unternehmenswerte mit. Somit überzeugt eine permanent eingesetzte Unternehmenssprache die Käufer weit mehr als glitzernde und coole Werbesprüche. Denn der Kunde will ja beim Besten kaufen – und der Beste weiss, wie er sich zu positionieren hat.