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Mitarbeiter gehirngerecht führen

Mitarbeiter gehirngerecht führen

You Here – Rondocom.ch

Wenn der vordere Stirnlappen bei Managern entwickelt wird, dann ist die Chance gross, dass dadurch ihr Führungsstil empathischer wird. Dadurch fühlen die Mitarbeitenden die direkte Wertschätzung des Chefs und sich mit dem Unternehmen stärker verbunden.

Illustration Menschen – Rondocom.ch

Was unterscheidet grosse Unternehmen voneinander? Kaum etwas. Die Strukturen sind überall ähnlich starr und die Rolle der Mitarbeitenden ähnlich definiert. Hierarchie steht oft über den Bedürfnissen der Mitarbeitenden obwohl diese die Triebfeder jedes Unternehmens sind. Aber sind Veränderungen möglich? Führungscoach, Sebastian Purps, machte am HR- und Wirtschaftsforum 2014 in Bern Hoffnung, dass neue Wege möglich sind. Und diese auf ganz rationalem und neurologisch erforschtem Gebiet. Vor den rund 1100 geladenen Gästen des Forums zeigte Purps auf, dass Veränderungen bis ins hohe Alter möglich sind. Es seien die neuronalen Netzwerke im präfrontalen Kortex, der Bereich hinter der Stirn des menschlichen Gehirns, die uns zu Aktivitäten anspornen. Hier entsteht Kreativität, hier suchen wir nach neuen Lösungen und hier startet unser Abenteuerdrang. Ganz ausgeprägt ist dies beim Kind, das viel und schnell lernt. Bei Erwachsenen ginge das biologisch gesehen immer noch, doch dazu müsste man die emotionalen Zentren im Gehirn wieder aktivieren.
Hat ein Chef den Schritt gewagt, sich selbst analysiert (oder analysieren lassen), dann ist er vielleicht bereit für Führungsaufgaben „der anderen Art“. Weg von der Hierarchie und vom Silodenken, hin zu Wertschätzung, Verständnis und Unterstützung. Ein guter Chef weiss, dass die Mitarbeitenden die besseren Fachleute sind als er selbst – und es seine Hauptaufgabe ist, diese Fachleute zu führen und zu Höchstleistungen anzuspornen. Und die Mitarbeitenden leben auf, identifizieren sich mit der Arbeit und dem Unternehmen und erhöhen dadurch die Wertschöpfung.

Illustration Kopf – Rondocom.ch

An der 19. Berner HR- und Wirtschaftsforum diskutierten hochstehende Fachleute und Personen aus der Wirtschaft über dieses Thema. An der Podiumsdiskussion unter der Leitung von Mathias Marti nahmen neben dem Gastredner auch Martin Keller, der Vorsitzende der Geschäftsleitung der fenaco Genossenschaft sowie Björn Berg, der Gründer der MOJO AG, teil. Der Schweizerische Verband für interne und integrierte Kommunikation (SVIK) war am HR- und Wirtschaftsforum als einer der Hauptsponsoren präsent. Viele interessante Kontakte wurden geknüpft und die Vertreterinnen und Vertreter des Verbandes nutzten das Netzwerk, um den SVIK und seine Aufgaben vorzustellen.